Digitalradio, Großbritannien
In Notizen on 26. Mai 2009 at 16:28
Auch im vermeintlichen Wunderland des Digitalradios gibt’s hin und wieder atmosphärische Störungen.
Tagsüber sei der Empfang durchaus in Ordnung – und auf dem qualitativen Niveau von UKW-Programmen gewesen. Probleme traten allerdings regelmäßig nach Sonnenuntergang auf. Das ist zusammengefasst das Ergebnis eines Langzeittests der BBC mit Digital Radio Mondale (DRM), das bei uns auch als „Digitale Mittelwelle“ bezeichnet wird.
Nach einem Bericht des britischen Guardian wurde DRM über ein Jahr lang im Südwesten Englands auf der Mittelwellenfrequenz des Regionalprogramms „BBC Radio Devon“ getestet. Dabei zeigte sich offenbar, dass der Empfang tagsüber stabiler war, als bei Programmen, die über die in Großbritannien standardmäßig genutzte Digital-Plattform DAB verbreitet werden. Nachts wurde das DRM-Programm allerdings aufgrund so genannter atmosphärischer Störungen durch Überreichweiten anderer Sender regelmäßig empfindlich beeinträchtigt. Dennoch – bei der BBC ist man überzeugt, das Problem durch den Einsatz stärkerer Sender bald in den Griff zu bekommen.
(Danke für den Hinweis an Udo Seiwert-Fauti)
Digitalradio, Internetradio
In blogmedien-Beiträge on 25. Mai 2009 at 23:05
Erwin Linnenbach, Chef der Regiocast und einer der einflussreichsten Hörfunkmanager in Deutschland, fordert im turi2-Interview Staatsgelder für das Digital-Radio. Doch das hat er nicht wirklich ernst gemeint.
Im März dieses Jahres erhielt Uli Hoeneß für die Öffentlichmachung “eines Traums” reichlich Resonanz in den Medien: Für zwei Euro Aufschlag auf die Rundfunkgebühren könnten künftig alle Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga frei empfangbar sein. Für diese absurde Idee erntete der Bayern-Manager sogar Zustimmung, zumindest bei hartgesottenen Fußballfans. Eine ähnlich verrückte Idee äußerte Erwin Linnenbach am Montag dieser Woche im turi2-Interview indem er forderte, “aus dem Konjunkturpaket II nicht nur Straßen oder Schienennetze zu finanzieren, sondern den Sendernetzaufbau im Band III für digitalen, terrestrischen Hörfunk aufzubauen.” Im Gegensatz zum Fußballmanager Hoeneß kann Radiomanager Linnenbach allerdings nicht einmal auf hartgesottene Fans unter den Hörern setzen, sondern höchstens auf einige versprengte Digitalradio-Befürworter in Landesregierungen, Landesmedienanstalten und öffentlich-rechtlichen Funkhäusern. Read the rest of this entry »