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Mit ‘Digitalradio’ verschlagwortete Einträge

Ohrfeigen für öffentlich-rechtliche Radiomacher

In blogmedien-Beiträge on 18. Juli 2009 at 10:19

Nachdem weitere Mittel zum Ausbau des Digitalradios für ARD und Deutschlandradio gesperrt wurden, könnte DAB+ vor dem Aus stehen – oder auch nicht.

turi2 hat DAB+ schon mal beerdigt

turi2 hat DAB+ schon mal beerdigt

Der Mediendienst turi2 hat DAB+ schon mal beerdigt – und dieses auch gleich auch noch optisch eindrucksvoll umgesetzt. Nachdem die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) in dieser Woche die Projektanträge der ARD und des Deutschlandradios zum Digitalen Hörfunk nicht freigegeben hat, geht Peter Turi von einem “Todesstoß” für das Digitalradio aus. Read the rest of this entry »

“Nicht marktgetrieben”

In blogmedien-Beiträge on 26. Juni 2009 at 07:31

Privatrundfunkverband VPRT lehnt Einführung von DAB plus als neuen Radio-Standard ab.

Nach einem Bericht der “Radioszene” soll die Diskussion der Mitglieder des Fachbereiches Radio und Audiodienste im VPRT bei dem Treffen am Donnerstag in Berlin “munter” verlaufen sein und rund vier Stunden gedauert haben. Am Ende sprach sich der größte deutsche Privatrundfunkverband gegen die für diesen Herbst geplante Einführung des digitalen Übertragungsstandards DAB plus aus. In einer vom VPRT verbreiteten Pressemitteilung werden vor allem writschaftliche Gründe für diese Entscheidung angeführt: “Selbst bei maßgeblicher Förderung des Systems durch öffentliche Gelder und unter regulatorischem Druck bestehen mindestens für die nächsten fünf bis zehn Jahre nur geringe Chancen auf eine Teil-Refinanzierung aus dem Markt.” Die im Verband organisierten Hörfunker kommen zu dem Schluss, dass DAB plus “nicht marktgetrieben” sei. Read the rest of this entry »

Probleme nach Sonnenuntergang

In Notizen on 26. Mai 2009 at 16:28

Auch im vermeintlichen Wunderland des Digitalradios gibt’s hin und wieder atmosphärische Störungen.

Tagsüber sei der Empfang durchaus in Ordnung – und auf dem qualitativen Niveau von UKW-Programmen gewesen. Probleme traten allerdings regelmäßig nach Sonnenuntergang auf. Das ist zusammengefasst das Ergebnis eines Langzeittests der BBC mit Digital Radio Mondale (DRM), das bei uns auch als „Digitale Mittelwelle“ bezeichnet wird.

Nach einem Bericht des britischen Guardian wurde DRM über ein Jahr lang im Südwesten Englands auf der Mittelwellenfrequenz des Regionalprogramms „BBC Radio Devon“ getestet. Dabei zeigte sich offenbar, dass der Empfang tagsüber stabiler war, als bei Programmen, die über die in Großbritannien standardmäßig genutzte Digital-Plattform DAB verbreitet werden. Nachts wurde das DRM-Programm allerdings aufgrund so genannter atmosphärischer Störungen durch Überreichweiten anderer Sender regelmäßig empfindlich beeinträchtigt. Dennoch – bei der BBC ist man überzeugt, das Problem durch den Einsatz stärkerer Sender bald in den Griff zu bekommen.

(Danke für den Hinweis an Udo Seiwert-Fauti)

Ein Hoeneß für’s Radio

In blogmedien-Beiträge on 25. Mai 2009 at 23:05

Erwin Linnenbach, Chef der Regiocast und einer der einflussreichsten Hörfunkmanager in Deutschland, fordert im turi2-Interview Staatsgelder für das Digital-Radio. Doch das hat er nicht wirklich ernst gemeint.

Im März dieses Jahres erhielt Uli Hoeneß für die Öffentlichmachung “eines  Traums” reichlich Resonanz in den Medien: Für zwei Euro Aufschlag auf die Rundfunkgebühren könnten künftig alle Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga frei empfangbar sein. Für diese absurde Idee erntete der Bayern-Manager sogar Zustimmung, zumindest bei hartgesottenen Fußballfans. Eine ähnlich verrückte Idee äußerte Erwin Linnenbach am Montag dieser Woche im turi2-Interview indem er forderte, “aus dem Konjunkturpaket II nicht nur Straßen oder Schienennetze zu finanzieren, sondern den Sendernetzaufbau im Band III für digitalen, terrestrischen Hörfunk aufzubauen.” Im Gegensatz zum Fußballmanager Hoeneß kann Radiomanager Linnenbach allerdings nicht einmal auf hartgesottene Fans unter den Hörern setzen, sondern höchstens auf einige versprengte Digitalradio-Befürworter in Landesregierungen, Landesmedienanstalten und öffentlich-rechtlichen Funkhäusern. Read the rest of this entry »

Sachsen will kein “Gallisches Dorf” werden

In blogmedien-Beiträge on 2. Februar 2009 at 20:42

Im Freistaat sollen bis Ende 2014 alle UKW-Frequenzen abgeschaltet – und durch Digitalradio ersetzt werden. Wie das technisch funktionieren soll, wissen die sächsischen Hörfunkpioniere allerdings noch nicht so genau.

UKW riecht nicht, schmeckt nicht und ist nach allen bisherigen Erkenntnissen auch nicht umwelt- oder gesundheitsschädlich. Über Ultrakurzwellen werden nahezu 100% der deutschen Bevölkerung erreicht, auch in Sachsen. Dennoch will die Staatsregierung bis Ende 2014 alle UKW-Frequenzen im Freistaat abschalten und durch Digitalradio ersetzen. Warum? “Weil das so seit 10 Jahren politischer Wille ist”, sagt Jens-Ole Schröder, der für Medien zuständige Referatsleiter in der sächsischen Staatskanzlei. Allerdings können weder Schröder noch andere “Hörfunkpioniere” im Freistaat die Frage schlüssig beantworten, wie in fünf Jahren Radiomacher ihre Hörer erreichen sollen. Read the rest of this entry »